Vanillepaste: selbstgemachter Vanilleextrakt

Du kannst das Rezept über die Druckfunktion als PDF speichern:

Heute habe ich für euch mal wieder ein Basic-Rezept… für eine Vanillepaste. Dies ist ein selbstgemachter Vanilleextrakt, der bei meinen Rezepten ja sehr häufig in der Zutatenliste auftaucht. Vanilleextrakt verwende ich fast in jedem süßen Rezept. Vanille muss bei mir quasi immer rein. Und zugegebenermaßen bin ich zu phlegmatisch, um jedes Mal eine Vanilleschote auszukratzen. Ein guter Vanilleextrakt ist einfach praktischer und sehr intensiv. Aber diese Tütchen mit Vanillinzucker sind für mich auch keine Alternative, da sie zum einen künstlich sind und zum anderen auch nicht so intensiv nach Vanille schmecken. Selbstgemachter Vanillezucker hingegen ist zwar natürlich, aber aufgrund des Zuckers als Hauptanteil auch nicht immer geeignet. Diese selbstgemachte Vanillepaste ist selbstverständlich ohne Konservierungsstoffe, enthält keinen Alkohol und ist somit auch bestens für Kinder geeignet. ♥

Vanilleextrakt - Vanillepaste

Bisher habe ich immer diesen Vanilleextrakt* empfohlen und auch selber verwendet. Ich bin mit der Qualität eigentlich auch recht zufrieden, aber der Preis ist inzwischen dermaßen teuer geworden, dass sich die eigene Herstellung definitiv lohnt. Vanilleschoten gehören ja sowieso zu den teuersten Gewürzen auf der Welt und sind in letzter Zeit nochmal deutlich im Preis angestiegen. Das spiegelt sich dann natürlich auch im Preis meines bisherigen Vanilleextrakts wieder (und bei anderen Marken auch). Dieser ist nämlich von etwa 17€ auf schlappe 28€ angestiegen! Es gibt zwar auch preiswertere Varianten, aber diese sind entweder nicht so intensiv oder auf Alkoholbasis oder sehr flüssig. Flüssiger Vanilleextrakt hat den Nachteil, dass er die Konsistenz von Speisen verändert. Dies ist zum Beispiel bei einer Ganache oder meiner Nuss-Nougat-Creme von großem Nachteil.

Dieses tolle und einfache Rezept habe ich übrigens auf dem Patisserie Blog für französische Patisserie wie aus Paris La Pâticesse gefunden. Einer meiner Lieblingsblogs, vielleicht schaut ihr dort mal vorbei. Ich habe das Rezept nur ganz minimal verändert und zugleich auch für den Thermomix® adaptiert. Die Zubereitung geht sehr schnell und ist denkbar einfach. Warum habe ich das eigentlich nicht schon längst gemacht? Einen Vanilleextrakt selbst zu machen, stand nämlich wirklich schon ewig auf meiner to-do-Liste. Hier ist er nun auch für euch…♥

Zutaten für die Vanillepaste:

(für etwa 220g)

Beide diesen Vanilleschoten* reichen 6 Stück für das Rezept. Bei einer Packung von 10 Stück könnte das Rezept gleich 1,5 mal hergestellt werden. Bei normalen Vanilleschoten bitte auf jeden fall 8 Stück nehmen. Die Vanilleschoten sind zwar im ersten Moment auch eine kleine Investition, aber die Vanillepaste ist sehr ergiebig und ihr habt am Ende deutlich mehr Vanilleextrakt raus, als in den kleinen gekauften Fläschchen. Beim momentanen Vanille-Preis kostet der selbstgemachte Vanilleextrakt im Vergleich zum gekauften rund die Hälfte. 😉

 

Zubereitung der Vanillepaste:

  1. Die harten Enden der Vanilleschoten knapp abschneiden und die Schoten dann in ca. 0,5 cm lange Stücken schneiden und in einem leistungsstarken Mixer grob zerkleinern.
  2. Wasser, Zucker und Glukosesirup in einen kleinen Topf geben und einmal kurz zu einem Zuckersirup aufkochen lassen.
  3. Nun die zerkleinerte Vanille hinzufügen und nochmal kurz aufkochen.
  4. Den Sirup nun (zusammen mit den Vanille-Schoten-Stücken) in den Mixer geben. Eventuell vorher etwas abkühlen lassen, je nach Mixer.
  5. So lange auf hoher Stufe mixen, bis eine feine Paste entstanden ist.
  6. Mit einem Teigschaber alles nach unten schieben und nochmal kräftig durchmixen. Gegebenenfalls den Vorgang nochmal wiederholen.
  7. Danach die fertige Paste in ein sehr sauberes/ sterilisiertes Glas füllen, verschließen und in den Kühlschrank geben.
  8. Nach dem Abkühlen wird die Paste noch dickflüssiger.
  9. Für ein paar Tage die Aromen entfalten lassen.
  10. Im Kühlschrank aufbewahren und die gewünschte Menge der Vanillepaste immer mit einem ganz sauberen Löffel entnehmen.
  11. Am besten gleich nach der Herstellung der Vanillepaste im Mixer etwas Leckeres zubereiten, damit nichts von der wertvollen Vanille verloren geht.

 

 

Zubereitung im Thermomix®:

  1. Die harten Enden der Vanilleschoten knapp abschneiden und die Schoten dann in ca. 1 cm lange Stücke schneiden und in den Mixtopf geben. 6 Sek./ Stufe 8, danach umfüllen.
  2. Wasser, Zucker und Glukosesirup in den Mixtopf geben, 3 Minute/ 100°C/ Stufe 1 aufkochen.
  3. Nun die zerkleinerten Vanilleschoten wieder hinzufügen und nochmal für 2-3 Min 100°C/ Stufe 2 (ohne Messbecher) aufkochen.
  4. Den Sirup nun zusammen mit den Schoten so lange mixen, bis eine feine Paste entstanden ist: 1 Min/ Stufe 10 (mit dem Messbecher!). Anschließend mit dem Spatel nach unten schieben und nochmal 1 Min./ Stufe 10. Gegebenenfalls den Vorgang nochmal wiederholen.
  5. Danach die fertige Paste in ein sehr sauberes/ sterilisiertes Glas füllen, verschließen und in den Kühlschrank geben.
  6. Nach dem Abkühlen wird die Paste noch dickflüssiger.
  7. Ein paar Tage ziehen lassen.
  8. Im Kühlschrank aufbewahren und die gewünschte Menge Vanillepaste immer mit einem ganz sauberen Löffel entnehmen.
  9. Am besten danach im Thermomix gleich etwas leckeres zubereiten, damit nichts von der wertvollen Vanille verloren geht.

 

Vanilleextrakt - Vanillepaste

♥ Viel Spaß beim Nachmachen! ♥

 


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    • Die Vanillepaste hält auf jeden fall mehrere Monate im Kühlschrank. Am besten zum Entnehmen immer einen sauberen Löffel verwenden. 🙂 LG, Sonja

  1. Liebe Nadine, also die Vanillepaste hält auf jeden fall mehrere Monate im Kühlschrank. Ich nutz diesen Extrakt auch für meinen Joghurt, Müsli usw. Übrigens ist das auch mal eine schöne Geschenkidee für Backfreunde. So könntest du auch einen Teil verschenken. 🙂 LG Sonja

  2. Sehr schöne Idee, die mich sofort angesprochen hat. Kannst du mir sagen, wie lange sich dieses Extrakt im Kühlschrank hält? Da ich mehr koche wie backe, möchte ich vorher gerne abwägen ob sich das Selbermachen hier für mich lohnt 🙂 LG Nadine von kochenundessenistleidenschaft 🙂